Fes Medina, Weltkulturerbe

Hervorgehoben

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Keine andere arabische Stadt hat ihr mittelalterliches Gesicht so vollständig erhalten wie Fès. Fès ist nach wie vor geistiges und kulturelles Zentrum Marokkos. Die Medina (Altstadt) steht vollkommen unter Denkmalschutz und es werden große Anstrengungen unternommen, alle Bauten zu erhalten.

Damit verbunden ist auch der Erhalt des traditionellen Handwerks, heute noch werden viele Arbeiten im traditionellen Stil erledigt. Während eines Streifzuges durch die Medina kann man daher noch Handwerkern bei der Arbeit zuschauen. Bedingt durch die engen Gassen ist der Autoverkehr ausgesperrt und Maultier und Esel sind wie seit Jahrhunderten einziges Transportmittel.

Ich möchte Sie auf diesen Seiten mit meiner zweiten Heimatstadt bekanntmachen und Sie einladen, in diese einmalige Welt einzutauchen.   Wie lebt es sich als Neumarokkaner mit europäischem   Migrationshintergrund in Marokko?

Die meisten Artikel habe ich mit (marokkanisch – arabischer) Musik hinterlegt. Die Stücke sind über den Player im Artikel ein- und ausschaltbar.

Reisen und Sicherheit in Marokko

Reisen und Sicherheit in Marokko, viele Reisende werden sich fragen, wie sicher eine Reise nach Marokko, vor dem Hintergrund der Ereignisse in der arabischen und muslimischen Welt, denn eigentlich ist.

Um es vorwegzunehmen: ich halte Marokko für ein sehr sicheres Reiseland. Die Gefahr von Anschlägen ist in Marokko nicht höher als in europäischen Ländern (siehe Paris) und die Behörden und Sicherheitskräfte tun ihr Möglichstes, um die Sicherheit zu gewährleisten. In den Moscheen rufen die Imame die Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit auf, alle gemeinsam müßten ihr Land schützen.

Wir leben nun seit 7 Jahren teilsweise in Fès, bereisen das Land kreuz und quer und haben niemals eine bedrohliche Situation erlebt noch sind wir bestohlen oder gar überfallen worden. Die Marokkoexpertin Erika Därr hat in einem offenen Brief die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes kritisiert. Dieser Kritik kann ich mich nur anschließen. Wie Frau Därr haben wir auch die Westsahara bereist und gerade dort hatten wir durch die starke Präsenz der Sicherheitskräfte nie ein Gefühl der Bedrohung. Ich empfinde auch die Einstellung deutscher Medien zum sog. „Westsaharakonflikt“ sehr einseitig. Ebenso kann ich die Einschätzung der UN nicht teilen, dass es keine rechtlich bindenden Beziehungen Marokkos zur Westsahara vor der Kolonisation gegeben hat.
(siehe auch hier)

Die Kriminalität ist in Marokko immer noch auf einem niedrigen Niveau und bei entsprechender Vorsicht lassen sich Zwischenfälle wie Diebstahl verhindern.

Wenn Sie also eine Reise in ein ebenso zivilisiertes wie exotisches Land unternehmen wollen, dann reisen Sie nach Marokko.

 

Das Ende des „Dornröschenschlafes“

Fès war über viele Jahre eine sehr konservative Stadt, in der sich der Tourismus nur langsam entwickelte, das ändert sich gerade. So hat das amerikanische Online – Reisemagazin Travel+Leisure Fès zum interessantesten von 50 Reisezielen für das Jahr 2015 gewählt.

Fès soll zur Touristendestination Nr.2 hinter Marrakech ausgebaut werden. So entsteht am Flughafen ein neues Terminal, das bis zu 2,5Mio. Passagiere im Jahr abfertigen kann. In der Neustadt werden Straßen erneuert und verbreitert, die augenfälligsten Veränderungen betreffen aber die Medina (Altstadt).

Viele alte Gebäude, Funduks, Medersen und auch die Gerberviertel, werden in aufwändiger Arbeit wieder restauriert. Es gibt aber auch ein Programm der ADER (L’Agence pour le Developpement et la Réhabilitation de la Ville de Fès), das der Bevölkerung hilft, ihre Häuser wieder in einen stabilen Zustand zu versetzen. Das ist auch dringend nötig, da viele Häuser baufällig sind. Das Programm läuft langsam an, derzeit werden über 100 Häuser restauriert. Der soziale Wohnungsbau soll die Überbevölkerung bekämpfen und die Menschen zur Umsiedelung bewegen.

Gab es in der Medina lange Zeit außerhalb der maison d`hôtes vor allem abends kaum Gelegenheit zu Restaurantbesuchen, so eröffnen mehr und mehr Restaurants, die Abwechselung in die marokkanische Küche bringen ( siehe hier )

Das zu erwartende höhere Touristenaufkommen wird auch den Bedarf an Unterkünften in der Medina steigen lassen. Hier bieten sich für Investoren gute Chancen, zumal die Immobilienpreise in den letzten Jahren stark gefallen sind. Aber auch für Privatpersonen ist es interessant, sich hier einzukaufen, eine ähnliche Entwicklung wie in Marrakech, wo die Immobilienpreise ins astronomische gestiegen sind, ist zu erwarten. ( siehe auch hier oder hier ). Es ist schon etwas besonderes, in einer arabischen Altstadt zu wohnen, mitten im Weltkulturerbe Fès.