Reisen in Marokko

Reisen in Marokko - Marokko ist eines der schönsten und interessantesten Länder der Erde. Die landschaftliche Vielfalt reicht von mediterraner Küstenlandschaft im Norden, Mittelgebirgslandschaften im Rif und Mittlerem Atlas, Hochgebirgsregionen im Hohen Atlas, langen Atlantikstränden bis hin zu Wüstenlandschaften südlich des Antiatlas.

Auch kulturell hat das Land viel zu bieten. Die alten Königsstädte Rabt, Meknes, Marrakech und vor allem Fès geben Einblicke in die marokkanische Kultur und Lebensweise. Farbige Souks mit ihren fremdartigen Klängen und Gerüchen versetzen den Besucher in eine arbische Welt wie aus 1001 Nacht. Es gibt herrliche Paläste und für Besucher zugängliche Koranschulen zu besichtigen.

Der Gast begegnet einem toleranten und weltoffenem Islam. Die Bevölkerung ist freundlich und aufgeschlossen.

Ich werde hier in loser Folge über meine Reisen innerhalb Marokkos berichten und hoffe, die Artikel dienen als Anregung zum Besuch dieses wunderbaren Landes. Diese Beiträge sollen auch nicht Reiseführer ersetzen oder geschichtliche Fakten vermitteln, sondern die Schönheit und Vielfalt des Landes zeigen.
Weitere Informationen zu Marokko, insbesondere Fès, finden Sie hier.

Imilchil

Imilchil

Imilchil liegt im Hohen Atlas auf ca. 2000m Höhe, weshalb es nachts recht kühl werden kann. Der Ort bietet nichts Besonderes, es sei denn es ist der "Moussem des fiancés". Wir waren leider nicht zu dieser Zeit dort. Es gibt im Netz aber genügend Infos zu diesem Ereignis. z. Bsp. hier.

Wir fuhren von Amellagou über Ait Hani nach Imilchil. Die Strecke ist sehr schön und führt nach Ait Hani über eine atemberaubende Passstraße. Samstags ist ein schlichter und kleiner Markt.

Klima

Besucht man Imilchil im Früjahr oder Herbst, kann es auf Grund der Höhenlage nachts empfindlich kalt werden. Auch das ansonsten empfehlenswerte Hotel "Chez Bassou" verfügt nicht über beheizte Zimmer. Die Tage allerdings sind noch (oder schon) angenehm warm.

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Mirleft

Mirleft ist eine kleine Stadt am Atlantik, nicht ohne Charme. es ist Treffpunkt der Durchreisenden in den Süden und Marktort für die Bevölkerung. Im Ort selbst gibt es einige kleine Hotels und Restaurants, besser nimmt man sich aber eine Ferienwohnung im Stadtteil Les Amicales direkt am Meer. Große Villen und prächtig Blüten bestimmen das Bild. Eine Treppe führt hinunter zu einem schönen, bewirtschafteten Strand.

In der marokkanische Ferienzeit weiträumig meiden, da überfüllt.

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Dakhla

Oh ja, es ist ein langer Weg nach Dakhla, durch trockene Ebenen immer am Atlantik entlang, vorbei an Kamelherden. Dakhla, das ehemalige Villa Cisneros, hat in den letzten Jahren einen rasanten Aufschwung genommen. Es entstanden Fischfabriken und ein Fischereihafen, Marokko hat viel Geld in die Infrastruktur investiert, das wird in westlichen Kreisen gerne verschwiegen, da die Westsahara (leider) völkerrechtlich immer noch nicht als Teil Marokkos anerkannt ist. Das Leben der Sahraouis wird von Marokko subventioniert, auch das wird selten erwähnt. Böse Zungen behaupten, die Sahraouis hätten gar kein Interesse an einer Änderung des Status quo, um eben diese Subventionen nicht zu verlieren. Die Bevölkerungszahl liegt mittlerweile bei 100.00 Einwohnern, das unter spanischer Verwltung stehende Villa Cisneros brachte es mal gerade auf 5.000 Einwohner

An der Hauptstraße warten viele Taxis aus Mauretanien auf Mitfahrer, es herrscht reger Grenzverkehr.

Eigentlich lohnte der lange Weg nicht, da die Stadt keine besonderen Sehenswürdigkeiten bietet, wenn da nicht die Austernzucht ca. 5km außerhalb von Dakhla in Bouthala wäre, die über ein ausgezeichnetes Restaurant verfügt. Austern für 4,- DH/ Stück sowie leckere Fischplatten.

Was Dakhla noch interessant macht: es ist ein ausgezeichnetes Surfrevier. Ausserhalb Dakhlas sind einige, meist einfache, Unterkünfte entstanden, die auch Surfschulen unterhalten und das Gerät vermieten.

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Legzira

Legzira ist keine Ortschaft im eigentlichen Sinne, dafür ein sehr schöner, langer Sandstrand mit einigen wenigen einfachen Unterkünften und Restaurants. Wind und Wasser haben den Sandstein zu bizarren Gebilden geformt.

Leider wurde die Gegend mit einer extrem hässlichen Feriensiedlung oberhalb des Strandes schlimm verschandelt. Gott sei Dank sieht man die aber nicht vom Strand aus.

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Sidi Ifni

Sidi Ifni ist eine kleine, verschlafene Stadt mit starker spanischer Prägung. Ein einfaches, aber sauberes Hotel ist das La Belle Vue mit schönem Blick auf das Meer, allerdings hoch über der Bucht. Überhaupt ist Sidi Ifni zum Baden nur bedingt geignet, der Strand ist nicht besonders schön. Man kann aber Tagesausflüge nach Legzira machen, das über einen kilometerlangen, schönen Strand verfügt.

Sonntags gibt es einen lebhaften Souk.

Besonders im Herbst kann es vormittags sehr nebelig sein.

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Reise in den Süden

Im Jahr 2014 begaben wir uns auf eine Reise in den Süden und die Westsahara, immer der Küste entlang. Die Küsteorte, die wir besuchten, möchte ich hier vorstellen.

Ein Wort noch zur Westsahara: das Auswärtige Amt rät von Reisen in die Westsahara ab. Das liegt aber eher an dem Mangel konsularischer Hilfe, da Deutschland den Gebietsanspruch Marokkos nicht anerkannt hat, als an der tatsächlichen Sicherheit. Polizei und Gendarmerie Royale überwachen die Hauptstraße ziemlich lückenlos und wir fühlten uns jederzeit sicher. Es besteht also kein Grund, dieses Gebiet zu meiden.

Die Fahrt nach Dakhla ist lang und weit, obwohl die Straße mittlerweile gut ausgebaut ist. Eine Übernachtung ist in Boujdour möglich, dort gibt es mehrere einfache Hotels.

Das Tal der Rosen

Ein wenig bekanntes Tal, das, obwohl es nur wenig abseits der Touristenströme liegt, die die Straße der Kasbahs entlangfahren, mit einer wunderschönen Landschaft und hübschen Dörfern mit Kasbahs aufwartet. Die Straße zweigt in Kela'a M`Gouna am Rosenkreisel ab, es steht dort nur ein schwer zu erkennendes Hinweisschild. Die Straße windet sich das grüne Tal entlang des M`goun- Flusses und bietet immer wieder schöne Ausblicke in die Landschaft. In der entsprechenden Jahreszeit kann man den schneebedeckten Gipfel des Jebel M`Goun sehen. Die Rosensaison ist im Mai, dann gibt es auch einen Moussem.

Der Hauptort Bouthrara liegt am Ende des Tales und bietet einige schöne Unterkünfte. Sehr zu empfehlen ist die Gite d`étape Tamaloute etwa 2km vor dem Hauptort. Es gibt Zimmer mit Balkon und tollem Ausblick. Mohamed führt gerne für kurze Wanderungen und längere Trecks durch die Gegend.

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Essaouira

Essaouira (arabisch: اصويرة ), das ehemalige Mogador, ist eine wahre Perle am Atlantik und ein Besuch sollte zu jeder Marokkoreise gehören. Obwohl stark vom Tourismus geprägt, hat esie sich ihren Charme bewahrt. Man kann stundenlang durch die Gassen schlendern, die sehr gradlinig angelegt sind, sodass man sich kaum verlaufen kann. Das Warenangebot ist auf Tourismus zugechnitten aber dennoch recht hochwertig. Vor allem Artikel aus dem Holz des Thuya - Baums werden angeboten.

Die Medina wurde im Jahre 2001 UNESCO - Weltkulturerbe.

Sehr schön und stimmungsvoll kann man an den Buden am Hafen essen. Die Place Moulay El Hassan lädt zum Kaffeetrinken ein, zahllose gut genährte Katzen lungern um die Tische herum. Wohnen kann in den vielen maison d`hotes, die hier meist unter europäischer Leitung entstanden sind. Ebenso kann man eines der vielen Appartments mieten. Wer es ruhiger mag, wohnt 25km entfernt in Sidi Kauki. Es ist mit dem Bus der Linie 2 gut zu erreichen.

Der Strand von Essaouira eignet sich hervoragend zum Kitesurfen, da stets ausreichend Wind vorhanden ist.

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Safi

Safi (arabisch: اسفي ), zwischen Agadir und Casablanca gelegen, ist eine Industriestadt ohne jeden Reiz, wäre da nicht das doch recht interessante Töpferviertel mit unterschiedlichsten Waren, für die Safi bekannt ist. Man gut und zu günstigen Preisen einkaufen. Die Ware ist nicht so stabil und hochwertig wie die aus Fès, aber dennoch schön.

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Amellagou

Ammelago ist ein kleines Dorf südwestlich von Midelt. Wir verlassen die Straße von Midelt nach Errachidia bei Rich. Die Fahrt führt über die gut ausgebaute Asphaltstraße R706 Richtung Imilchil. Wir verlassen diese Straße hinter Gafai und nehmen die P7103 nach Amellagou. Die Strecke führt durch einsame und wüstenähnliche Gegend.

Amellagou liegt in schöner Landschaft, die zum Wandern einlädt. Die Bevölkerung ist sehr freundlich und macht es wirklich Freude, durch Gärten und Felder am Fluss entlang zu wandern.

Zum Übernachten bietet sich die Gite d`étape "Chez Moha" an. Man erreicht sie nach ca. 2km, wenn man der P7103 Richtung Ait Hani folgt. Der Besitzer, Moha, ist ausgesprochen nett und berät gerne über möglich Aktivitäten in der Gegend. Die Zimmer sind einfach aber nett eingerichtet. Die teureren Räume verfügen über ein eigenes Bad, in den einfacheren Räumen muss man mit (sehr sauberem) Gemeinschftsbad und Toilette vorlieb nehmen.

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